Mutprobe im Wald

Die eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten in der Coronazeit machen es uns als Tagesstätte nicht ganz einfach, also entschieden wir uns für den Wald, wo jedes Kind seine eigene Kühnheit erproben konnte.
Ich hatte die wunderbare und dankbare Aufgabe, mich in die Beobachterrolle begeben zu dürfen.  
Der ungefähr halbstündige Fussmarsch durch den Wald verlangte manchen Kindern einiges an Durchhaltevermögen ab. Es galt, eine Wegstrecke auch dann noch zu gehen, wenn man eigentlich nicht mehr will, und schließlich zu erleben, dass die Mühe sich gelohnt hat, wenn das Ziel erreicht ist.  
An manchen Stellen waren die Bäume übereinander gefallen, so dass es auch den jüngeren Kindern möglich war, in die Höhe zu klettern. Oben angelangt, konnten sie wieder hinunterrutschen, was schon etwas Mut brauchte! Jedes Kind konnte seine eigene Kühnheit erproben. Manche muss eher gebremst werden, damit sie nicht gleich in den Baumwipfeln verschwinden, andere Kinder brauchten etwas Ermutigung und Zuspruch, um etwas zu wagen.
Aber was für ein Glücksgefühl, wenn man sich getraut hat! Die Freude in den Gesichtern der Kinder ist unbezahlbar.

Nach all dem Laufen, Toben und Klettern, hatten die Kinder dann rote Backen und Hunger!
Die öffentliche Grillstelle erfreut sich großer Beliebtheit bei den Kindern. Hier durfte nach Herzenslust „gezündelt" werden. Einige Kinder halfen den Erwachsenen, das mitgebrachte Holz vorzubereiten. Dabei wurde natürlich grösste Sorgfalt und Vorsicht an den Tag gelegt. War das Feuer dann entfacht, war es Zeit, das Pizzabrot vorzubereiten. Noch reizvoller als die Vorbereitung des «Zvieris» war aber ganz eindeutig das Essen. Leider verging die Zeit im Wald viel zu schnell, und wir mussten wir uns nach dem «Zvieri» wieder auf den Rückweg machen.

Melanie Jola, Hortleiterin

 

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